Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege wird oft als Ersatzpflege bezeichnet und kann genutzt werden, wenn die eigentliche Pflegeperson aus verschiedenen GrĂŒnden ausfĂ€llt und die Versorgung des PflegebedĂŒrftigen fĂŒr einen bestimmten Zeitraum nicht leisten kann. Ab Pflegegrad 2 ĂŒbernimmt die Pflegeversicherung die Kosten fĂŒr die Ersatzpflege.
Die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung gemĂ€ĂŸ § 39 SGB XI, die sicherstellen soll, dass die Versorgung eines PflegebedĂŒrftigen gewĂ€hrleistet ist, wenn die Pflegeperson verhindert ist. Die GrĂŒnde dafĂŒr können vielfĂ€ltig sein, zum Beispiel plötzliche Erkrankung oder bewusst geplante Auszeiten wie Urlaub. Die Verhinderungspflege kann auch mehrmals im Jahr fĂŒr einige Stunden in Anspruch genommen werden.

FĂŒr die Inanspruchnahme der Verhinderungspflege gelten folgende Voraussetzungen:

  • Der PflegebedĂŒrftige muss mindestens Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 haben
  • Der PflegebedĂŒrftige muss mindestens 6 Monate durch eine private Pflegeperson (Angehörige, Freunde oder Bekannte) betreut worden sein
Pro Kalenderjahr stehen PflegebedĂŒrftigen bzw. pflegenden Angehörigen 1.612€ fĂŒr die Verhinderungspflege zur VerfĂŒgung. Die Höhe der finanziellen UnterstĂŒtzung ist dabei unabhĂ€ngig vom Pflegegrad.
Die Ersatzpflegepersonen können im Rahmen der Verhinderungspflege folgende TĂ€tigkeiten ĂŒbernehmen: Grundpflege: Hierzu gehört Hilfe und UnterstĂŒtzung bei der Körperpflege, Ausscheidungen, ErnĂ€hrung und MobilitĂ€t. Hauswirtschaftliche Versorgung: Hierzu gehört Hausarbeit wie WĂ€sche waschen, BettwĂ€sche wechseln, Reinigungsarbeiten, Kochen, Einkaufen und so weiter. Wichtig zu wissen ist, dass die medizinische Behandlungspflege nicht zu den Leistungen der Verhinderungspflege zĂ€hlt, da sie vom Arzt verordnet und von einer examinierten Pflegekraft durchgefĂŒhrt werden muss.
Die Vertretung kann von einer geeigneten Ersatzpflegeperson durchgefĂŒhrt werden. Dies kann zum Beispiel ein ambulanter Pflegedienst oder eine andere Person des Vertrauens des PflegebedĂŒrftigen oder der Pflegeperson sein.
Pro Jahr besteht ein Anspruch auf Verhinderungspflege fĂŒr maximal 6 Wochen, d.h. 42 Tage.
Es besteht die Möglichkeit, die zustehenden 42 Tage Verhinderungspflege entweder vollstÀndig oder in Abschnitten von Stunden, Tagen oder Wochen zu nutzen.
Die Verhinderungspflege muss nicht im Vorfeld beantragt werden, da sie oft kurzfristig in Anspruch genommen wird, beispielsweise wenn die Pflegeperson erkrankt. Eine vorherige Genehmigung durch die Pflegekasse ist daher nicht erforderlich. Wichtig ist jedoch, alle Belege und Nachweise aufzubewahren, um diese spĂ€ter der Pflegekasse vorlegen zu können. Wenn die Verhinderungspflege in naher Zukunft geplant ist, empfiehlt es sich, frĂŒhzeitig Kontakt mit der Pflegekasse aufzunehmen, um sich umfassend ĂŒber die Höhe und Dauer der Leistungen beraten zu lassen.
Ja, wĂ€hrend der Verhinderungspflege wird fĂŒr bis zu sechs Wochen im Jahr die HĂ€lfte des bisherigen Pflegegeldes (anteilig) weitergezahlt. Außerdem ĂŒbernimmt die Pflegekasse weiterhin die Renten- und ArbeitslosenversicherungsbeitrĂ€ge fĂŒr die Pflegeperson.
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