Pflegehilfsmittel – was ist das?

Hygiene spielt in der Pflege eine wichtige Rolle, PflegebedĂŒrftige haben daher einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Diese Hilfsmittel sollen dem PflegebedĂŒrftigen oder seinen pflegenden Angehörigen den Alltag erleichtern. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel gilt fĂŒr alle Versicherten mit einer anerkannten Pflegestufe, unabhĂ€ngig vom Alter. Die Pflegehilfsmittelpauschale betrĂ€gt derzeit bis zu 40 Euro monatlich.
Als Pflegehilfsmittel werden GegenstĂ€nde bezeichnet, die helfen, eine pflegebedĂŒrftige Person zu pflegen. In der Regel unterscheidet man zwischen technischen Pflegehilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind. Technische Pflegehilfsmittel sind in der Regel ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum nutzbar und können von den PflegebedĂŒrftigen hĂ€ufig ohne Zuzahlung von der Pflegekasse ausgeliehen werden. In einigen FĂ€llen sind PflegebedĂŒrftige jedoch verpflichtet, Zuzahlungen in Höhe von 10 % des Kaufpreises, höchstens jedoch 25 Euro pro technischem Hilfsmittel, zu leisten. Zu diesen Hilfsmitteln gehören z. B. ein elektrisch verstellbares Pflegebett, ein Toilettenstuhl oder ein Lift fĂŒr die Badewanne. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel hingegen sind aus hygienischen GrĂŒnden oder aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit nur fĂŒr den einmaligen Gebrauch bestimmt. Beispiele sind Einmalhandschuhe oder Bettschutzeinlagen.

Zu den Pflegehilfsmitteln, fĂŒr die die Pflegekasse die Kosten ĂŒbernimmt, zĂ€hlen unter anderem:

  • Einmalhandschuhe
  • Mundschutz
  • Desinfektionsmittel
  • Schutzbekleidung/-schĂŒrzen
  • Bettschutzeinlagen

Nach § 78 Absatz 1 in Verbindung mit § 40 Absatz 2 SGB XI ĂŒbernimmt die Pflegekasse die Kosten fĂŒr Pflegehilfs- und Verbrauchshilfsmittel in Höhe von monatlich 40 Euro, wenn:

  • ein anerkannter Pflegegrad (1, 2, 3, 4 oder 5) vorliegt
  • der PflegebedĂŒrftige zu Hause
  • im betreuten Wohnen oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft lebt
  • Angehörige, Freunde oder Bekannte, die pflegebedĂŒrftige Person pflegen

Mit diesem Anspruch können Sie bis zu 480 Euro im Jahr sparen.

Der Antrag wird in der Regel innerhalb von vier Wochen bewilligt.

Die Kosten fĂŒr Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden von der Pflegekasse ĂŒbernommen. FĂŒr technische Pflegehilfsmittel mĂŒssen PflegebedĂŒrftige teilweise Zuzahlungen von bis zu 25 Euro leisten.
PflegebedĂŒrftige, die privat versichert sind oder deren Angehörige erhalten die Rechnungen fĂŒr die monatlichen Pflegehilfsmittel direkt nach Hause geschickt. Sie mĂŒssen diese dann selbst an ihre private Pflegeversicherung weiterleiten, um die Erstattung zu erhalten. Personen, die berechtigt sind, Beihilfe zu erhalten, können sich das Geld fĂŒr die Pflegehilfsmittel vollstĂ€ndig ĂŒber den Beihilfebemessungssatz erstatten lassen.
Im Falle einer Ablehnung des Antrags auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln durch die Pflegekasse kann es sinnvoll sein, sich persönlich nach dem Grund der Ablehnung zu erkundigen.
Nein, es muss nicht jeden Monat ein neuer Antrag gestellt werden. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel bleibt bestehen und muss lediglich bei Änderungen der Pflegesituation angepasst werden.
Ja, unabhĂ€ngig davon, ob die Pflege durch Angehörige oder einen ambulanten Pflegedienst erfolgt, besteht ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Es dient zur UnterstĂŒtzung der hĂ€uslichen Hygiene und Pflege. In der Regel bringt der Pflegedienst seine Pflegehilfsmittel selbst mit.
In SanitĂ€tshĂ€usern, Apotheken oder Drogerien vor Ort können Sie Pflegehilfsmittel zum Verbrauch selbst kaufen. Einfacher und bequemer ist es jedoch, die Pflegehilfsmittel bei einem Online-Dienstleister zu bestellen. Dort können Sie ein auf Ihre PflegebedĂŒrfnisse abgestimmtes Paket auswĂ€hlen. Dieses wird Ihnen monatlich nach Hause geliefert. Die Pakete sind so gestaltet, dass sie nicht mehr als 40 € kosten. Außerdem ist es möglich, den Inhalt monatlich zu Ă€ndern, wenn ein Hilfsmittel nicht mehr benötigt wird. Ein weiterer Vorteil: Die Beantragung der Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse vor der ersten Lieferung sowie die Abrechnung ĂŒbernimmt der Online-Dienstleister. Dazu erhalten Sie vorab das entsprechende Formular, das Sie lediglich unterschrieben an den Online-Dienstleister zurĂŒcksenden mĂŒssen. Es entstehen keine weiteren Kosten und Sie gehen keine vertragliche Bindung ein. Der PflegebedĂŒrftige kann das Pflegehilfsmittelpaket jederzeit wieder abbestellen, wenn er es nicht mehr benötigt.
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